Die Kreiswerke Barnim prüfen die Errichtung eines Windparks südwestlich von Ruhlsdorf. Am 19. Februar 2026 sind die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Marienwerder zu einer Informationsveranstaltung zum Vorhaben in die Wasserskianlage Ruhlsdorf eingeladen. Veranstaltungsbeginn ist 17 Uhr.
Südwestlich von Ruhlsdorf auf einer Wald- und Wiesenfläche zwischen der Ruhlsdorfer Allee und der Klosterfelder Straße prüfen die Kreiswerke Barnim, ob die Entwicklung und Umsetzung eines Windparks möglich ist. Um die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst frühzeitig an den Planungen teilhaben zu lassen und Bedenken berücksichtigen zu können, haben sich die Kreiswerke entschieden, ein frühzeitiges und informelles Beteiligungsverfahren zu initiieren. Das Verfahren wird durch das gemeinnützige und unabhängige Projekt “Koop Wind” durchgeführt.
“Wir laden alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Marienwerder und insbesondere die Bewohner von Ruhlsdorf und Sophienstädt zu unserem Infomarkt am 19. Februar 2026 in die Wasserskianlage Ruhlsdorf ein”, so Linda Beyschlag, Projektleiterin von Koop Wind. Zwischen 17:00 und 20:00 Uhr haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an verschiedenen Infoständen zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Zu jeder vollen Stunde wird es eine kurze Begrüßung und Einführung geben. “Auf dem Infomarkt können Sie sich über das Vorhaben der Kreiswerke informieren, Wünsche in den möglichen weiteren Planungsprozess einbringen, aber auch Ihre Sorgen und Bedenken loswerden.” wirbt Beyschlag für die Veranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt ist noch alles offen und die Entscheidung über das mögliche Vorhaben liegt letztlich allein bei der Bevölkerung vor Ort sowie der Gemeinde. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Kreiswerke Barnim, stehen weitere Infostände zur Verfügung: Zum Beispiel zu rechtlichen Rahmenbedingungen, technischen Hintergründen, zu möglichen Auswirkungen auf Mensch und Natur, sowie zu Modellen der finanziellen Teilhabe und lokalen Wertschöpfung für die Gemeinde und Bürgerinnen und Bürger.
“Projekte wie dieses können nicht gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger und der Gemeinde umgesetzt werden”, so Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim. “Unser Ziel und unser Anspruch ist es, die Menschen in Ruhlsdorf und Marienwerder davon zu überzeugen, dass die Errichtung von Windrädern südwestlich von Ruhlsdorf ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende ist und auch für die Gemeinde und ihre Bewohnerinnen und Bewohner mit Vorteilen verbunden ist” so der Geschäftsführer weiter. “Uns ist auch klar, dass nicht alle Anwohner Luftsprünge machen, wenn wir bei ihnen Windräder bauen wollen. Aber unser Angebot ist, dass wir mit den Anwohnern über alles reden, denn zu diesem Zeitpunkt ist noch nichts in Sack und Tüten. Wir wollen eine gemeinsame Lösung und genau deshalb haben wir uns für die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entschieden”, so Mehnert abschließend.
Hintergrundinformationen
Der Beteiligungsprozess
Koop Wind – Kommunalberatung, kooperative Regionalentwicklung und gemeinwohlorientierter Windkraftausbau führt einen ergebnisoffenen und unabhängigen Beteiligungsprozess durch. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Vorhaben und die Hintergründe zu informieren, ihre Perspektiven und Bedenken sichtbar zu machen und in die Planung einfließen zu lassen.
Über das Vorhaben
Die Kreiswerke Barnim (KWB) prüfen südwestlich von Ruhlsdorf die Errichtung eines Windparks. Die genaue Anzahl und Standorte der Anlagen stehen noch nicht fest, da sich die Planungen noch in einem frühen Stadium befinden und Arten- und Schallschutzvorgaben zu berücksichtigen sind. Die KWB wollen den Windpark in Ruhlsdorf nur in enger Abstimmung mit der Gemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort umsetzen.
Über Koop Wind
Koop Wind – Kommunalberatung, kooperative Regionalentwicklung und gemeinwohlorientierter Windkraftausbau ist ein Projekt der gemeinnützigen Transformati.on 2050 gGmbH. Ziel des Projektes ist es, kommunale Akteure, Einwohnerinnen und Einwohner und Zivilgesellschaft zu beraten, damit diese die Energiewende vor Ort aktiv mitgestalten können.