Die Gemeinde Wiesenburg/Mark im Naturpark Hoher Fläming erzeugt bislang rund 21 MW Strom aus erneuerbaren Energien – überwiegend durch Biogas- und Photovoltaikanlagen.
Bisher wird vor Ort keine Windenergie genutzt. Das könnte sich nun ändern: Die Gemeinde hat die Chance, über einen Bebauungsplan ein Sondergebiet für Windenergie auszuweisen. Da im Gemeindegebiet keine Windvorranggebiete bestehen, liegt die Entscheidungshoheit über das Vorhaben vollständig bei der Kommune.
Die geplante Fläche befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, dadurch sind besondere Anforderungen an Planung und Genehmigung zu beachten.
Um diese komplexen Rahmenbedingungen besser zu verstehen und gemeinsam zu diskutieren, wurde in Kooperation mit Koop Wind am 10. Juli ein Werkstattgespräch durchgeführt.
Ziel war es, Wissen zu rechtlichen Grundlagen (z. B. EEG § 6, Brandenburgisches Windabgabengesetz), kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten, Auswirkungen auf Mensch und Natur sowie Chancen für lokale Wertschöpfung zu vermitteln.
Darüber hinaus stand der Austausch über faire Beteiligung und gerechte Verteilung im Mittelpunkt – zentrale Themen für den Windenergieausbau in ländlichen Regionen.
Das Werkstattgespräch bot Raum für Information, Diskussion und Mitgestaltung – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer transparenten und nachhaltigen Energiezukunft für Wiesenburg/Mark.